The Animal Five


MySpace

Homepage

Es waren einmal der Tiere Fünf. Sie kamen aus Schweden und rockten fröhlich a la Scooby- Doo-Verfolgungsmanier vor der Nase des Cardigans-Basser Magnus Sveningsson. Der nahm sie sogleich nach ihrem Auftritt unter die Fittiche der schwedischen Universal. Denn als Talent-Scout eines grossen Labels wie Universal ist ein wachsames Auge für Newcomer selbstverständlich. Mit einem stampfenden Beat und simplen Gitarrenriffs, die sich lässig forttreibend wiederholen, bohren sich die Lieder der fünf Pop-Rocker in die Gehörgänge. Vorsicht! Ohrwurm-Charakter garantiert. Und nicht nur das! So nach und nach lockt diese Musik jedem von uns, der schon den rockigen Indietönen von Franz Ferdinand nicht widerstehen konnte, eine rhythmische Tanzbewegung nach der anderen heraus. Da sieht man wieder, dass Skandinavier doch so einiges können , sogar wie Briten klingen.

Der fröhlich-wippende Beat von “Sharks” läßt einen glatt vergessen, dass hier eigentlich von einem persönlichen Untergang, mit geringer Überlebenschance, gesungen wird.(”Oh-oh I’m drowning in shark infested waters, Oh-oh I’m bleedin’ in shark infested waters”) Der Eröffner “Spareparts” heizt gleich energetisch ein und hetzt den Puls um einige Schläge die Minute höher. Ohne Luft zu holen, treibt der Beat einen tanzend umher bis man selbst glaubt, dass man davon mehr und mehr will, wie Sänger Inghart einem weiss machen will:”You keep on beggin’ for more! But you should beg for mercy”. Mit “Live fast and die old” räumen die Jungs auf mit dem Rock’n’ Roll Mythos “Live fast and die young”. Schon durch Mick Jagger und Co. wurde dieser Devise, die einst aus Janis Joplins Mund stammte, längst widersprochen.

In “Sonic Sea” wird in Indie-tarnung dem menschlichen Schunkelbedürfnis entgegengekommen. Oder sollte sich der Hörer etwa eher bei dem Chorgesang “Lost at sea baby it’s you and me/ In the Sonic Sea” auf ein Schiff auf hoher See versetzt fühlen, dann haben die fünf Schweden es zumindest bei einer Person geschafft. Über ihren Musikstil sagten die Jungs selbst, dass sie wie Affenmusik klingen. Und als Haupteinflüsse nennen sie “Hunde”. Ja, äh, klar doch! Das daraus eine Prise Selbstironie zu hören ist, die The Animal Five als sympathische Eigenheit mitbringen, ist auch an ihrem CD-Cover sichtbar. So besagen andere Musikquellen, dass sich hinter diesem scheinbar bärtigen Frauengesicht, das Antlitz des Sängers verberge. Ob Mann, ob Frau, die Aufmerksamkeit ist auf “The Animal Five” gerichtet.